A mérték adó konzervatív svájci napilap a Neue Zürcher Zeitung (NZZ) nemzetközi rovatában megjelent, Brüsszelből keltezett kommentárban sürget határozott fellépést Orbán Viktorral szemben. Az írás címe: Ha ez EU most nem állítja Orbánt a sarokba, azon csak veszíthet

Daniel Steinvorth írásában ismerteti a felhatalmazási törvényt, emlékeztet arra, hogy Orbán nem ma kezdte meg a demokrácia leépítését, de eddig az EU különböző, taktikai okokból nem reagált elég határozottan, ahogy más hasonló kísérletekre sem Az írás az alábbiakkal fejeződik be.

“Fatális következményei lesznek, ha az államközösség (az EU) válasz nélkül hagyja a magyar miniszterelnököt. Ez a közösség alapértékeit veszélyeztetné. Orbán potenciális követői joggal kérdezhetnék, milyen szankcióktól kell tartaniuk. Jelenleg nem csak Magyarországon tapasztalhatók kísérletek arra, hogy a koronavírus-járvány árnyékában felszámolják a jogállamiságot. Éppen az ilyen helyzetben a demokrácia minden más, csak nem alku tárgya.”

A cikket teljes terjedelmében itt olvashatod:

Hat Ursula von der Leyen derzeit Wichtigeres zu tun, als sich mit der Autokratisierung Ungarns zu beschäftigen? Falsch gedacht. Gerade in diesen Zeiten muss die EU ihr Wertefundament schützen, um glaubwürdig zu bleiben.

Ist das gerissen oder einfach nur dreist? Da veröffentlichen 13 Mitgliedstaaten der EU am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung, in der sie vor Eingriffen in die Grundrechte im Zuge der Corona-Krise warnen. Sie nennen Ungarn zwar nicht beim Namen, äussern sich aber «tief besorgt» über Risiken für die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit, die durch «bestimmte Notfallmassnahmen» entstehen könnten. 

Und wie reagiert die offensichtliche Adressatin, die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban? Sie schliesst sich der Erklärung kurzerhand an. «Es fühlte sich so leer ohne uns an», twittert die ungarische Justizministerin Judit Varga scheinheilig und fügt hinzu: «Europäische Werte sind uns allen gemeinsam.» Es wäre wohl kaum schräg aufgefallen, hätte Varga ihrem Tweet noch ein Zwinkersmiley beigefügt.Judit Varga@JuditVarga_EU

It felt so empty without us … So we joined the statement. #European #values are common to us all. https://www.kormany.hu/en/ministry-of-justice/news/statement-of-hungary-02042020 …127Twitter Ads Info und Datenschutz74 Nutzer sprechen darüber

Wirklich ernst scheint man in Budapest die europäischen Kritiker jedenfalls nicht zu nehmen. Welchen Eindruck machte denn das Schriftstück der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag, in dem Ungarn ebenfalls nicht erwähnt wird, statt dessen aber alle Mitgliedstaaten höflich daran erinnert werden, die Grundsätze der «Verhältnismässigkeit» auch in Zeiten der Pandemie zu achten? Genau. Gar keinen. 

Er wisse gar nicht, was für Menschen in der «Brüsseler Blase» sässen, das war alles, was Orban dazu am Freitag im staatlichen Radio einfiel. Man könne sich ja zur Abwechslung damit beschäftigen, Menschenleben zu retten, anstatt immer nur auf Ungarn einzudreschen, so der Ministerpräsident sinngemäss. Als ob die EU-Institutionen in der Corona-Krise tatsächlich ihre Hände in den Schoss legten.

In Wahrheit verhält es sich genau andersherum. Bedacht darauf, den Zusammenhalt der Staatengemeinschaft gerade jetzt nicht zu gefährden, scheut von der Leyen die offene Konfrontation mit Orban. Das mag auch damit zu tun haben, dass sie 2019 unter anderem die Fidesz-Stimmen aus Ungarn brauchte, um in ihr Amt gewählt zu werden. Wieder einander näher bringen wollte die Kommissionschefin politisch gespaltene West- und Osteuropäer. Das waren schöne Vorsätze.

Vorsätze, welche die oberste «Hüterin der EU-Verträge» allerdings kaum von ihrer Aufgabe entbinden, dem Abgleiten Ungarns in die Autokratie etwas entgegenzusetzen. Und wer wollte diese Entwicklung, die lange vor der Pandemie begann, abstreiten? Immerhin wurde hier am Montag das Parlament de facto entmachtet, die Opposition kaltgestellt. Ein Ministerpräsident, der nur noch mit Dekreten regiert; Kritiker, die wegen mutmasslicher Falschnachrichten ins Gefängnis gehen müssen – solche Vorgänge kennt man allenfalls aus der Türkei; mit den Grundsätzen der europäischen Verträge sind sie nicht zu vereinbaren.

Würde von der Leyen vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gegen Orbans «Ermächtigungsgesetz» klagen, hätte die Regierung in Budapest womöglich keinen Grund mehr zum Spotten. Denn empfindliche Geldstrafen, die bisher noch keine Regierung kaltgelassen haben, könnten die Folge sein. 

Wird Ungarns Ministerpräsident aber weiterhin in Ruhe gelassen, dürfte das für die Staatengemeinschaft fatale Folgen haben. Ihr gemeinsames Wertefundament wäre bedroht. Potenzielle Nachahmer könnten sich zu Recht fragen, welche Sanktionen sie noch zu befürchten haben. Es werden ja derzeit nicht nur in Ungarn Versuche unternommen, im Schatten der Corona-Krise den Rechtsstaat auszuhebeln. Gerade in diesen Zeiten aber ist die Demokratie alles andere als verhandelbar.

Dem Brüssel-Korrespondenten Daniel Steinvorth auf Twitter folgen.

zse

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